Silvaner
Ach der Silvaner... Das hier hat mich gerade inspiriert link
An was denkt man, wenn man den Namen Silvaner hört? An Franken und Boxbeutel! Dabei haben wir hier in Rheinhessen quasi das Sivaner-Monopol ;-)
Ernsthaft, bis in die vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts war dies die dominierende Rebsorte hier bei uns in Rheinhessen. Das war sicherlich nicht sehr förderlich für Reputation und Image unserer Region, aber was war das schon...Silvaner war, überall einfach hingepflanzt, Lieferant für garantiert schlechte Qualitäten. In den letzten Jahren fand ein Umdenken statt. Der Silvaner wurde bei uns neu entdeckt und auch neu definiert. Angestoßen wurde dieser Prozeß sicherlich von unseren Nachbarn in Österreich, die mit Ihrem Grünen Veltliner eine zweite Leitrebsorte neben dem Riesling etabliert haben. "Sowas brauchen wir auch", war der Gedanke. Die Auswahl fiel schnell auf den Silvaner, ist er doch international kaum vergleichbar, eher kompliziert im An- und Ausbau, von trocken bis edelsüß trinkbar und somit quasi wettbewerbsfähig. Das einzige was stört ist das "Spargel-Image" . Da müssen wir noch dran arbeiten. Silvaner kann man das gesamte Jahr trinken, gerne auch als Apero (man darf den Leuten nur nicht dagen was im Glas ist). Das bedarf allerdings noch etwas an Überzeugungsarbeit. Doch wie soll er sein, der Silvaner? Leicht, fruchtig, fett oder eher burgundisch. Ich persönlich mag den leichten Stil, das wird dem Wein am ehesten gerecht. 11 bis maximal 12% Alkohol, absolut trocken und nicht zu primärfruchtig. Das geht natürlich auch alles anders. Ich hatte schon wirklich tolle Silvaner im Glas . War spannend, aber kaum noch als Silvaner erkennbar. Zuviel Burgund. Kann ich auch mal trinken, ein zwei Gläser, dann langt es mir aber. Mich machen solche Weine schnell satt. Geschmackssache, ganz klar. Ich denke nur, es macht keinen Sinn den Silvaner in einen Wettbewerb zu zwängen, in den er nicht gehört. Silvaner muss nicht burgundisch sein, sondern rheinhessisch, oder fränkisch, oder pfälzisch...dann hat er sicherlich auch Zukunft. Im Übrigen glaube ich nicht, dass man mit den "Wuchtbrummen" die breite Masse erreicht. Und die brauchen wir, wenn der Silvaner da stehen soll, wo wir ihn gerne hätten. Neben dem Riesling als zweite Leitrebsorte. Wie die Ösis eben...
An was denkt man, wenn man den Namen Silvaner hört? An Franken und Boxbeutel! Dabei haben wir hier in Rheinhessen quasi das Sivaner-Monopol ;-)
Ernsthaft, bis in die vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts war dies die dominierende Rebsorte hier bei uns in Rheinhessen. Das war sicherlich nicht sehr förderlich für Reputation und Image unserer Region, aber was war das schon...Silvaner war, überall einfach hingepflanzt, Lieferant für garantiert schlechte Qualitäten. In den letzten Jahren fand ein Umdenken statt. Der Silvaner wurde bei uns neu entdeckt und auch neu definiert. Angestoßen wurde dieser Prozeß sicherlich von unseren Nachbarn in Österreich, die mit Ihrem Grünen Veltliner eine zweite Leitrebsorte neben dem Riesling etabliert haben. "Sowas brauchen wir auch", war der Gedanke. Die Auswahl fiel schnell auf den Silvaner, ist er doch international kaum vergleichbar, eher kompliziert im An- und Ausbau, von trocken bis edelsüß trinkbar und somit quasi wettbewerbsfähig. Das einzige was stört ist das "Spargel-Image" . Da müssen wir noch dran arbeiten. Silvaner kann man das gesamte Jahr trinken, gerne auch als Apero (man darf den Leuten nur nicht dagen was im Glas ist). Das bedarf allerdings noch etwas an Überzeugungsarbeit. Doch wie soll er sein, der Silvaner? Leicht, fruchtig, fett oder eher burgundisch. Ich persönlich mag den leichten Stil, das wird dem Wein am ehesten gerecht. 11 bis maximal 12% Alkohol, absolut trocken und nicht zu primärfruchtig. Das geht natürlich auch alles anders. Ich hatte schon wirklich tolle Silvaner im Glas . War spannend, aber kaum noch als Silvaner erkennbar. Zuviel Burgund. Kann ich auch mal trinken, ein zwei Gläser, dann langt es mir aber. Mich machen solche Weine schnell satt. Geschmackssache, ganz klar. Ich denke nur, es macht keinen Sinn den Silvaner in einen Wettbewerb zu zwängen, in den er nicht gehört. Silvaner muss nicht burgundisch sein, sondern rheinhessisch, oder fränkisch, oder pfälzisch...dann hat er sicherlich auch Zukunft. Im Übrigen glaube ich nicht, dass man mit den "Wuchtbrummen" die breite Masse erreicht. Und die brauchen wir, wenn der Silvaner da stehen soll, wo wir ihn gerne hätten. Neben dem Riesling als zweite Leitrebsorte. Wie die Ösis eben...
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