Hart aber fair...
...so hieß die Sendung, die gestern Abend um 21:45 Uhr in der ARD gezeigt wurde. Das Thema war prekär: “Blutige Trümmer in Gaza - wie weit geht unsere Solidarität mit Israel?”. Normalerweise schaue ich mir solche Sendungen nur selten an, da mich das Thema aber doch sehr interessiert und ich einen der geladenen Studiogäste persönlich ganz gut kenne, habe ich es doch getan. Ich muss sagen, ich habe es nicht bereut. Das Ganze war sehr kurzweilig und extrem aufschlußreich. Die Zusammenstellung der Gäste konnte provokativer kaum gewählt sein. Ulrich Kienzle, früher Korrespondent der ARD im Nahen Osten. Norbert Blüm, Ex-Minister unter Kohl. Udo Steinbach, wahrlich kein Sympathisant des Staates Israel. Der ehemalige Botschafter Deutschlands in Israel und Michel Friedmann. Letzerer war offenkundig als "Feindbild" auserkoren. Besonders Blüm ereiferte sich über die angeblichen Greueltaten der Israelis und hat bis zum Ende der Sendung nicht begriffen, dass Friedmann kein Israeli sondern deutscher Staatsbürger ist. Es hat sich im Verlauf der Sendung gezeigt, dass dieses Thema kaum sachlich in unserem Land zu diskutieren ist. Immer wieder wurde es sehr laut und der Moderator musste mehrfach einschreiten. Für mich hatte das Ganze einen sehr unangenehmen Beigeschmack. Mir kommt es so vor, als würden die Kritiker Israels ihre Kritik nur anbringen, um zu zeigen, dass die Juden doch eigentlich ganz böse sind. Ich habe einen latenten Antisemitismus im Verlauf der gesamten Sendung wahrgenommen. Das, muss ich sagen, erschreckt mich doch sehr!
Hier eine sehr gute Reaktion der FAZ auf die gestrige Sendung.
Hier eine sehr gute Reaktion der FAZ auf die gestrige Sendung.
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