Opel vor der Verstaatlichung?

Veröffentlicht auf von Dirk Würtz

Vor einigen Monaten war das schon einmal ein Thema. Einer der Wirtschaftsweisen hat eine Verstaatlichung von OPEL gefordert. Damals war der Aufschrei groß, nach dem Motto: "Um Gottes Willen, bloß nicht". Nachdem mit der Hypo Real Estate nunmehr das erste "Verstaatlichungseis" gebrochen ist, geht es jetzt dann doch noch an den Autobauer. Bund und Länder erwägen eine Staasbeteiligung in Rüsselsheim. Nachdem wir nun also mit 90.000.000.000 Euro an der HRE hängen - das macht über 1.000 Euro pro Bürger - kommt wohl nun der nächste Geldschwall aus dem unerschöpflichen staatlichen Füllhorn. Natürlich müßte sich dann OPEL zunächst einmal von GM abspalten. Ob das funktioniert, und vorallem bezahlbar ist, wäre die nächste Frage. Natürlich müssen 70.000 Arbeitsplätze irgendwie gerettet werden. Schließlich haben die Damen und Herren Bänker ja auch einiges bekommen. Ob das aber eine Verstaatlichung sein muss, bleibt einmal dahingestellt. Wie soll das eigentlich finanziert werden? Hier werden doch Steuergelder verplant und ausgegeben, die noch gar nicht eingenommen sind. Steuergelder, die dafür benutzt werden die unerträgliche Gier und die damit verbundenen Fehler großer Konzerne auszubügeln. Gelder, die beispielsweise ebenso dringend für den Gesundheits- und Pflegebereich gebraucht werden. Von der Bildung mal ganz zu schweigen.
jetzt zieht sich ein heftiger Streit durch alle Parteien, wie und ob man OPEL helfen soll. In einem Superwahljahr macht das natürlich auch Sinn. 70.000 Arbeiter und Angestellte dürfen schließlich auch wählen...
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Veröffentlicht in Poltikblog

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C
Retten ja, verstaatlichen Nein. 70.000 Arbeitnehmer spülen ordentlich Geld in die Staatskasse und kosten arbeitslos doch recht viel. Das Steueraufkommen von Opel und allen Zulieferern und Autohäusern wird nicht gering sein.<br /> Wie das gehen könnte Opel zu sanieren ohne das Deutschland mal wieder Milliarden verpulvert, hab ich in meinem letzten Post sehr intensiv behandelt.<br /> <br /> Gruß aus Hamburg
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H
die rücklagen sind leider in den steueroasen verschwunden ....<br /> (bei den opelarbeitern sind jedenfalls keine rücklagen zu erwarten - höchstens schieflagen, nämlich zwischen arbeitsleistung und entgeld)
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M
Ja das liebe OPEL Werk. Ehrlich gesagt kann ich es auf der einen Seite schon verstehen, dass die Leute ihren Job nicht verlieren wollen und ich kann es auch verstehen, dass man das ganze dem Staat nicht einfach so überlassen möchte. Aber warum zum Teufel hat man denn nicht genügend Rücklagen? Bei denen lief es doch nicht immer so schlecht. Warum haben sie sich in diesen Zeiten nicht besser abgesichert gegen schlechte Zeiten? Jeder andere Unternehmer muss das doch auch.
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U
...da bekommt der Begriff Staatskarosse direkt neuen Sinn!
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H
unser nrw könig rüttgers ist extra in die usa geflogen ... (was er da wohl machen will??) <br /> das gibt eine tolle presse für ihn (denkt er)<br /> und viele kleine wählerleins ...<br /> <br /> was danach passiert, kann man/frau sich an fünf fingern abzählen:<br /> 1) falls es zur staatsunterstützung kommt, wird die auch an bedingungen geknüpft .... also 'harte einschnitte' (sprich entlassungen, lohnkürzungen)<br /> 2) die frisch entlassenen und lohngekürzten tun sich mit den gefeuerten anderer firmen zusammen und kaufen, was das zeug hält .... opels, fords, computer, kleidung .... dann geht es bergauf ....!!!!<br /> ist doch klar ... oder? ... oder nicht?<br /> <br /> (übrigens hab ich gehört, dass der vermögenszuwachs bei den topverdienenden 1% unserer bevölkerung in den letzten 5 jahren ungefähr der summe entspricht, die vater/mutter staat jetzt als kunjunkturhilfe verschenkt! - das geld dieser topverdiener liegt allerdings sicher auf karibikinseln .. - der schäbige rest, also 99 % hat leider von den fetten jahren nicht profitiert, sondern schon tapfer enthaltsamkeit geübt!)<br /> ja, wo leben wir denn ????<br /> prost mahlzeit
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