wein im web 2.0 - die Zukunft?
So langsam aber sicher ist es einmal an der Zeit, einige ganz grundsätzliche Gedanken zum Thema "Wein im web 2.0" zu formulieren. Ein Auslöser hierfür ist natürlich die soeben gestartete cebit und die Aktivitäten die zu diesem Thema stattfinden werden. Ein weitere Auslöser sind die unzähligen Gespräche und Diskussionen die ich in den letzten Tagen zu diesem Thema geführt habe. Gespräche mit Interessierten, Kunden und natürlich auch Kollegen. Dabei habe ich festgestellt, dass es eine große Skepsis gegenüber diesen Themen gibt. Insbesondere was das bloggen und das mikrobloggen (twittern) anbelangt. Es hat den Anschein, als ob all diese Dinge entweder nicht ernst genommen oder einfach nur belächelt werden. Ich frage mich warum. Einerseits kann ich feststellen, dass es die reine Unkenntnis ist. Die Tatsache, dass keiner weiss was mikroblogging ist, die wenigsten es vernünftig erklären können, geschweige denn nutzen. Zum Anderen ist es die traditionelle Skepsis gegenüber allem Neuen. Das ist ein wenig schade, und eigentlich dachte ich, dass diese Zeiten lange vorbei sind. Der PC, das Internet gehören längst zum Alltag. Das sich das Ganze weiterentwickelt ist doch klar und auch ganz normal. Warum also diese Angst. Vor zehn Jahren war das ähnlich: "Hast Du schon eine homepage? Nein, brauche ich nicht" Und heute? Eine normale Homepage ist Standard. Aber leider dann doch schon irgendwie überholt. Genauso wird es mit dem bloggen und dem mikroblogging sein. In drei Jahren ist das ein Standard. Wahrscheinlich ein schon längst überholter. Ganz besonders wundert mich die Einstellung der Kollegen zu diesen Themen. Was macht es denn für einen Sinn in irgendeiner Fachzeitschrift einen Wein besprochen zu bekommen? Liest das jemand und falls ja, wer kommt denn von den Lesern und kauft auch tatsächlich Wein? Hand aufs Herz und ehrlich sein: So gut wie niemand. Und wenn ein potenzieller Kunde kommt, will der auch erst einmal gehalten werden. Im Netz passiert nichts anderes. Ein Wein wird besprochen, die Besprechung WIRD gelesen, und im besten Fall kommt der Kunde und kauft. Also wo ist das Problem? Die Kommunikationsmittel ändern sich nun einmal. Davor kann und darf man nicht die Augen verschließen. Der Niedergang der Printmedien in den vergangenen Monaten ist doch bereits ein deutliches Signal. Wenn sich das web 2.0 endgültig(und hoffentlich) zum "Mitmachnetz" ändert, dann wird die Welt ganz anders aussehen. Und wenn es einige Blogger und Twitterer einmal schaffen sollten eine gemeinsame Plattform aufzubauen, echte Synergieeffekte zu schaffen, dann wird es noch viel spannender. So viel ist sicher!
Natürlich ist und bleibt Wein ein ganz reales, schmeckbares und genießbares Erlebnis. Ein Erlebnis, dass man im besten Fall mit Freunden und Bekannten ganz persönlich teilt. Aber warum denn nicht auch mit den Freunden in der virtuellen Welt. Die ist mindestens genauso lebendig!