Restaurants

Mittwoch, 11. märz 2009
ist Willi Mittler. Jedenfalls für mich. Willi macht das beste Reh, den besten Gänsebraten und die allerbeste Gänseleber der Welt. Und jetzt hat er sich selbständig gemacht. Und zwar hier. Das Restaurant öffnet am 1. April und die homepage ist auch noch im Aufbau. Aber vormerken soll und muß man sich das jetzt schon. Wenn ich bei ihm war, folgt ein ausführlicher Bericht.
von Dirk Würtz
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Donnerstag, 6. november 2008
Das ich eingefleischter Weintrinker bin, muss ich ja wohl kaum erwähnen. Trotzdem bin ich auch hin und wieder einem guten Bier nicht abgeneigt. Und ein solches, nämlich ein richtig gutes, konnte ich vergange Woche in Schwetzingen im Brauhaus"Zum Ritter" trinken. Ein wirkliches Schmuckstück, direkt gegenüber von dem berühmten Schwetzinger Schloß. Eine perfekte Lage sozusagen. Natürlich wird das Bier hier selbst gebraut, sagt ja schon der Name. Ich hatte ein helles, obergäriges Bier. Sehr fein, mit genau der Würze und der Herbe wie ich es gerne mag. Hier wird viel Wert auf Qualität und Tradition gelegt. Das Gasthaus ist enorm groß und mit viel Liebe zum Detail und Aufwand restauriert worden. Es gibt ein gehobeneres Restaurant, einen wunderschönen Saal aus der Belle Epoque, ein Kesselhaus (hier darf man rauchen) und zwei schöne Kellergewölbe. Ich denke mal im Sommer ist noch schöner, dann kann man draußen auf dem Schloßplatz sitzen.
Das Essen war ebenfalls sehr gut. Ich hatte - stilecht zum Bier - einen Texas Burger. Hin und wieder esse ich soetwas sehr gerne. Es wird ausnahmslos frisch gekocht, was mich besonders gefreut hat. Kein TK-Horror. Nicht gerade selbstverständlich für ein deratig großes Haus. Die Preise sind alle absolut akzeptabekl und der Leistung entsprechend. Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Besuch lohnt sich!
von Dirk Würtz
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Donnerstag, 30. oktober 2008

Morgen Abend findet im Restaurant Ralph Zimmermann in Limburg ein Windinner statt. Es gibt ein wirlich lecker klingendes Menü:

Marinierter Thunfisch mit Gurkenvinaigrette und Kürbisconfit

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Maronenschaumsüppchen mit Wildhasenfilet in der Brotkruste

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Geschmorte Kalbsbäckchen mit Barolosauce, Stilmousse und eingelegten Perlzwiebeln

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Vanilleküchlein auf Sanddornpuree und hausgemachten Vanillerahmeis



Dazu gibt es einige unserer Weine. Unter Anderem 2005 Pinot Noir aus der Magnum und einen Wein, den es eigentlich gar nicht gibt. Eine süße Spätlese aus 2003. Ich freue mich aschon sehr auf diesen Abend und vielleicht sehe ich ja ein bekanntes Gesicht...

von Dirk Würtz
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Dienstag, 21. oktober 2008
Seit dieser Amador Geschichte geht mir das Thema überhaupt nicht mehr aus dem Kopf. Und je mehr ich darüber nachdenke, umso unwohler wird mir dabei. Und das ist noch freundlich ausgedrückt. Mir fallen immer mehr Erlebnisse aus den letzten Jahren ein, die im  Nachhinein, einen schlechten Beigeschmack bekommen. In unserem Metier, Wein, treiben sich mittlerweile Heerscharen von "Kritikern" und "Journalisten" rum. Neuerdings haben ganz normale Menschen noch eine zweite Visitenkarte auf der irgendetwas von Wein, Journalismus und Kritik draufsteht. Geradezu absurd! In diversen Weinforen werden sich Gegenseitig die Punkte um die Ohren gehauen und wehe einer widerspricht, ein unnötiges Buch nach dem anderen erscheint und ich frage mich immer öfter warum und für wen das alles ist. Ich komme langsam aber sicher zu dem Schluß, dass Wein - und meinetwegen auch Essen - sämtliche Profilneurosen weckt. Ich meine das nicht böse, sondern eher reichlich irritiert. Haben diese "Kritiker" noch Spaß an diesen Kulturgütern, oder geht es nur darum sich selbst darzustellen? Man müßte sie mal fragen...
Im Übrigen plädiere ich für eine Eignungsprüfung. wer Auto fahren will braucht einen Führerschein, wer Boot fahren will ebenso. Es gibt Angelscheine, Tauchscheine, Schwimmscheine, Jagdscheine, Sommelierprüfungen und weiss der Teufel was noch alles. Warum gibt es nichts derartiges für einen Kritiker? Oder habe ich das nur verpasst??? So ein klein wenig fundiertes Basiswissen wäre doch gar nicht so falsch. Ich glaube beim Michelin sind die Tester allesamt gelernte Köche. Das macht doch Sinn! Also, sehr geehrter Herr Teuner, auf in die Kochlehre, und dann probieren wir es noch einmal...
von Dirk Würtz
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Sonntag, 19. oktober 2008
Gerade heute hatte ich die Gelegenheit eine Restaurantkritik in der Frankfurter Rundschau zu lesen. Christof Teuner, Chefmoderator des Fernsehsenders ntv, hat einen heftigen Veriss über Juan Amador in Langen verfasst. Beim lesen dachte ich nur:"Oha, das ist aber heftig und reichlich niveaulos". Teuner, "Gourmetkritiker aus Leidenschaft", teilt gewaltig aus. Die Reaktion kam prompt, und zwar in Form eines offenen Briefes des gescholtenen. Meine Sympathie gehört ganz klar dem Koch. Er hat ja sowas von Recht, mit dem was er sagt. Hobbykritiker sind das letzte was die Welt braucht. Insbesondere wenn sie sich einen Profitouch verleihen und glauben in der Lage zu sein anderer Leute harte Arbeit beurteilen zu können. Ich kenne das. In unserer Branche ist das genauso. Lieber Juan Amador, recht so!
Hier der Veriss und die Antwort
von Dirk Würtz
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Samstag, 27. september 2008
Lust auf gut bürgerliche Küche? Dann auf nach Framersheim in die Reiterstube. Was das Ambiente anbelangt, sicherlich nicht der große Augenschmauß. Direkt am Reitplatz gelegen ist das ein eher schlicht gestaltetes Restaurant. Macht aber nichts, dafür ist das Essen umso besser. Einfache Küche im besten Sinn. Leicht italienisch angehaucht, Kein Firlefanz, klare Aromen und viel Handarbeit. Ganz besonders empfehlenswert, das großartige Rumpsteak. Absolut lecker!
von Dirk Würtz
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Montag, 4. august 2008
Gestern Abend war ich seit langer Zeit mal wieder im Rheingau - ich durfte ohne Visum einreisen ;-)
Ziel war das Gutsrestaurant, das ja mittlerweile vom Nassauer Hof in Wiesbaden betrieben wird. Küchenchef ist Alexander Ehrgott, im Rheingau bestens bekannt aus früheren Zeiten im Kronenschlößchen und der Krone. Nach einem längeren Gastspiel bei Witzigmann schwingt er nun den Löffel auf Schloß Vollrads, oder wie wir sagen "Schlovo".

Eine schöne übersichtliche Karte, aufgeteilt in Vesper und etwas gehobeneren Speisen. Kein Schnickschnack, sondern eine ehrlich gut bürgerliche Küche. Sehr empfehlenswert. Für rheingauer Verhältnisse auch alles normal bepreist. Weine gibt es auch. Natürlich, bis auf wenige Ausnahmen nur die von Schlovo. Wir konzentrierten uns auf die 2007er. Einem eher einfacheren Kabinett folgte eine recht gute Spätlese. Etwas hoch bepreist zwar, aber durchaus schmackhaft. Die Rheingauer haben einfach diesen kleinen Säurekick mehr, den ich beim Riesling so schätze. Einfach fantastisch finde ich nach wie vor, dass die Weine durch die Bank weg so heißen wie das Weingut: Schloß Vollrads. Keine Verwirrung auf dem Etikett, sondern alles einfach und klar.

Das Ambiente ist natürlich unschlagbar, gerade jetzt im Sommer. Schade, dass wir hier in Rheinhessen keine Schlösser haben...
von Dirk Würtz
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