Meldung des Tages

Veröffentlicht auf von Dirk Würtz

Heute von Dr. Motz:

Schnäppchen
 
Da soll noch einer sagen, Grammatik sei nicht wichtig: Weil ein 40-jähriger Jurist nicht wusste, wie man Westfalen schreibt, ist er jetzt aufgeflogen. Der Mann aus Düsseldorf hatte sein ihm fehlendes zweites Staatsexamen kurzerhand gefälscht und auf der Urkunde "Nordrhein-Westfahlen" geschrieben. Für soviel Dummheit sind 2000 Euro Geldstrafe ein echtes "Schnäppchen".
 

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karsten 03/03/2009 14:03

Ob nun Jurist oder Kassiererin, man sieht solche Sachen in jedem Beruf. Da studiert einer mehrere Jahre und dann kommt er auf die Idee eine Urkunde zu fälschen. Herzlichen Glückwunsch! Bei mir würden beide nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten. 2000 Euro sind auf jeden Fall ein Witz!

hans 03/01/2009 21:40

also, wer denkt eigentlich noch über herrn esser nach ...
der hat seinen betrieb (mannesmann) abgewickelt obwohl er eigentlich eingestellt wurde, nur gutes für den betrieb (und wenn's dem betrieb gut geht, profitieren ja auch die mitarbeiter ..) zu tun.
statt dessen schachert er, hält sich 'schadlos' an der betriebskasse (indem er einfach so tut als sei das legal) und kassiert noch als krönung ein millionen geschenk!!!
und das waren keine erdnüsse (peanuts)
also ich find schon, dass dies ein diebstahl war!
er klaut den menschen ihre arbeit!
(siehe artikel in der süddeutschen zeitung
'eigentum verpflichtet ..' von Stefan Geiger, der dafür einen preis bekam - leider kann ich den artikel hier nicht reinstellen)
mannomann (frauofrau)
prost
hans

Ralf 03/01/2009 20:40

Die Geldstrafe bemisst sich in Tagessätzen des aktuellen Einkommens. Und da der "Jurist" jetzt (selbstverschuldet) arbeitslos ist, wird sein Einkommen sehr gering sein. Da sind für 2000 Euro sicher schon einige Tagessätze zusammen gekommen (und ab 90 Tagsessätzen gilt er als vorbestraft).

dr. motz 03/01/2009 16:47

Meines Erachtens nach spielt die Schadenshöhe schon eine Rolle und sollte beim Strafmaß entsprechend berücktigt werden. Schließlich ist es ein Unterschied, ob in meinen Job für 1,30 Euro oder für das zweite Staatsexamen auf's Spiel setze.

Biene 03/01/2009 04:19

Klar klingt ein Rausschmiss für einen Schaden in Höhe von 1,30 € mega spektatkulär, aber: erstens ist der Sachverhalt in der Form mit Sicherheit um das eine oder andere nicht ganz unwesentliche Detail verkürzt und zweitens - und das ist für mich das wirklich Entscheidende - geht's sowohl bei unserer Kassiererin, als auch bei unserem "Juristen" und vielen anderen Dieben, Betrügern, Urkundenfälschern u. ä. nicht um die Schadenshöhe, sondern um den Unrechtsgehalt. Wenn mein Kind mir aus meinem Portemonnaie 50 Cent klauen würde, würde ich auch die Zügel ganz straff anziehen; nicht, weil 50 Cent ein großer Schaden wären oder mir weh täten, sondern, weil mein Pimpf "mein" von "dein" nicht unterschieden hätte bzw. ihm ein gewisses Grenzbewusstsein, das Gefühl für das, was anderen gehört, was andere sich erarbeitet haben, und auch der Respekt vor unseren gesellschaftlichen / moralischen Regeln, der Respekt vor unseren Rechtsgütern ein Stück weit fehlen bzw. ihm zumindest nur defizitär bewusst wären. Und da bin ich verdammt empfindlich!