Pranger für Weinpanscher

Veröffentlicht auf von Dirk Würtz

Im vergangenen September wurden ein Winzer und ein Weinhändler aus Baden-Würtemberg rechtskräftig verurteilt. Über 100.000 Liter Wein wurden falsch deklariert und in den Verkehr gebracht. Beide wurden zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt. So weit so gut. Dann wurde es allerdings spannend. Das zuständige Landratsamt hat auf seiner Internetseite die beiden benannt und die falsch deklarierten Weine aufgeführt. Ein Eilantrag der "Weinpanscher" folgte um diese Daten wieder von der Seite zu bekommen. Ist irgendwie logisch, wer will schon öffentlich am Pranger stehen. Dieser Antrag wurde nun vom Verwaltungsgericht in Stuttgart abgelehnt. Châpeau kann ich da nur sagen! Das Verwaltungsgericht beruft sich auf das neue Verbraucherinformationsgesetz, indem das schutzwürdige Interesse desVerbrauchers über die Geschäftsinteressen irgendwelcher Betrüger gestellt wird. Wie schön, dass es dieses Gesetz gibt.
Mehr Informationen zu diesem Fall auch hier bei der Weinakademie.

Veröffentlicht in Wein und Politik

Kommentiere diesen Post