Riesling auf dem Vormarsch

Veröffentlicht auf von Dirk Würtz

In Deutschlandist die Rebsorte Riesling seit einigen Jahren wieder die meistangebauteste Rebsorte. Mit ungefähr 20 Prozent der Anbaufläche spielt sie glücklicherweise die Hauptrolle. Deutscher Riesling ist auf der ganzen Welt wieder stärker nachgefragt und auf dem Weg dazu den Stellenwert zu erreichen, dem ihm als eine der fantastischsten weißen Rebsorten gebührt. Wer aber glaubt, nur deutscher Riesling erlebt einen Boom, der hat sich getäuscht. Gerade auf dem sehr wichtigen amerikanischen Markt werden auch andere Rieslinge sehr stark nachgefragt. Insbesondere die amerikanischen selbst. Im Bundesstaat Washington ist Riesling die Rebsorte Nummer eins unter den dort kultivierten. Man glaubt es kaum, aber die Menge des Chardonnays stagniert und der Riesling wächst und wächst. 28.500 Tonnen wurden dort im letzten Jahr geerntet. Einerseits freut mich diese Entwicklung. Die Amerikaner haben die Chancen und das Potenzial dieser Rebsorte erkannt. Andererseits bedeutet das für uns hier in Deutschland aufmerksamer zu sein. Es ist sicherlich nur noch eine Frage der Zeit, bis sehr gut gemachter Riesling aus der ganzen Welt hier bei uns im Markt versuchen wird sich durchzusetzen. Das heißt wir müssen für die Zukunft noch mehr am Profil dieser Weine arbeiten. Das beginnt bei der Vereinfachung der Bezeichnungen und hört beim Geschmacksprofil und der Qualität auf.

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Biene 01/25/2009 19:47

Wird das mit Blick auf die Klimaentwicklung nicht zunehmend schwieriger, in Deutschland den Riesling anzubauen, der sich mit seinem ganz besonderen Profil individuell (ausgezeichnet deutsch) von dem, was international kommt bzw. kommen kann abhebt?

Dirk Würtz 01/26/2009 17:41


Schwieriger wird das nicht, sondern sicher nur "anders".


Dennis D 01/24/2009 13:31

Ich mag den Riesling auch sehr gern. Besonders die fruchtig -trockenen haben mich damals auf den Wein gebracht. Mittlerweile mag ich aber auch trockene Rotweine sehr gern (z.B. Rioja).