Die Kälte im öffentlich-rechtlichen

Veröffentlicht auf von Dirk Würtz

Das es in den letzten Tagen ziemlich kalt war, hat wohl jeder mitbekommen. So ist das nun einmal im Winter. Das eine derartige Kälte auch ein Gesprächsthema sein kann, ist auch klar. Es eignet sich zumindest als unverfängliche Einleitung, ähnlich dem "Wie gehts?", quasi "Kalt heute!". Das man damit eine oder mehrere Sondersendungen in der ARD bestreitet ist doch aber reichlich übertrieben. Zur besten Sendezeit, nach der Tagesschau kamen Reporter aus der ganzen Republik zu Wort um Meldungen und Geschichten zu  verbreiten, die auf der Skala des Spektakulären kaum noch sichtbar waren. Das ganze hatte das Niveau einer "rufmichsofortan!"-Sendung auf Tele 5. Und das finanziert mit unseren Gebühren. Große Klasse! Gibt es nichts inhaltlich wichtigeres für einen Brennpunkt, als irgendwelche Schwachköpfe, die ihre Autos nicht anbekommen? Wirtschaftskrise, Bankenkrise, Politikkrise, Gazakri(ieg)se! Und das Ganze auch noch in einer unerträglich pseudobedeutungsschwangeren Art: "Wir schalten später noch einmal vor Ort zu unseren Außenreportern, wenn sich etwas Neues tut". Gemeint war die Tatsache, dass die Temperatur fiel...

Veröffentlicht in kein Wein

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Biene 01/09/2009 02:35

.........und ich verstehe jetzt endlich den großen Masterplan hinter der Berichterstattung: die Erzählstränge "Knut der Eisbär" und "Das Wetter" laufen endlich zusammen und bilden mit "Gazprom & Co." das dramatischste TV-Ereignis des Milleniums!

hans 01/08/2009 22:33

also, nachdem dasselbe heut abend bei mir auch schon mal thema war (sozusagen die extrasendung als extrathema) würd ich mal vorschlagen, auch bei tauwetter ein extra zu machen .....
ich wart mal drauf .....
(im übrigen gibt es wohl nur zwei möglichkeiten
1. mediale diät (zurück zu zwei programmen maximal)
2. gleich ein pc spiel draus machen und aus jedem bundesbürger/jeder bundesbürgerin einen reporter/reporterin
wobei ich gestehe, dass die erste möglichkeit mir lieber wäre
prost

Daniel Pauli 01/08/2009 19:15

Die armen Reporter, die sich auch noch hinstellen müssen und warten, "bis sich etwas tut".
Wäre jetzt nicht mein Traumjob als Reporter, zu warten bis es kälter wird ;-)

Viele Grüße,
Daniel

Dirk Würtz 01/09/2009 09:25


Ich glaube es gibt schlimmeres...