Friday, 24. october 2008 5 24 /10 /Okt. /2008 11:08
geht das? Geht das nicht? Es entsteht gerade eine muntere Auseinandersetzung in diversen Foren respektive blogs über dieses Thema. Nico Rechenberg geht soweit "Schämt Euch" auszurufen. Das ist ein Wort!
Ich sehe das nach wie vor ein wenig anders. Natürlich geht das, auch hier in Deutschland. Warum auch nicht? Das geht insbesondere auch dann noch, wenn es seriös kalkuliert und nicht subventioniert ist. Nebenbei bemerkt muss das auch gehen, denn Wein über fünf Euro ist fast schon Luxus und wer soll-will-kann sich den leisten? Wer behauptet, dass es guten Wein unter fünf  Euro nicht gibt, oder geben kann, der irrt ganz schlicht und einfach.
Im Übrigen finde ich es schon annähernd unverschämt, sämtlichen Menschen,die diesen Wein mit Spaß und Genuß trinken zu unterstellen, sie wären Geschmackslegastheniker. Und diejenigen, die diese Weine produzieren sind arme Idioten die nicht rechnen können! Nein, so einfach ist das nicht! Ich finde es toll und befriedigend, dass deutsche Weine mittlerweile Spitzenpreise erzielen. Davon profitieren alle, auch ich selbstverständlich. Das ist allerdings nicht die Regel und nur die Spitze von der Spitze des Eisberges. Alle anderen bewegen sich auf einem normalen preislichen Niveau. Ich kenne die genauen Zahlen nicht, aber ich behaupte mal, das mindestens 75 Prozent der in Deutschland gekauften und konsumierten deutschen Weine nicht an die fünf Euro heranreichen. Wenn einer die exakten Zahlen hat, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren. Es gibt also keinen Grund sich aufzuregen. Im Gegenteil.
Alle Zweifler sind übrigens sehr gerne eingeladen mit mir einmal eine Probentour durch das "Fünf-Euro-Paradies" zu machen.
von Dirk Würtz - veröffentlicht in: Wein und Politik - Community: Wein & mehr
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Kommentare

Klar stellt fünf Euro eine markante Preisgrenze im Bewusstsein vieler Konsumenten dar. Aber wenn man die Frage etwas weniger rigoros formuliert: Kann ich einen guten Hauswein für fünf Euro oder weniger bekommen? Dann muss man sie ganz eindeutig bejahen. 5 Euro, das waren vor wenigen Jahren noch 10 Mark. Und wenn jemand damals behauptet hätte unter zehn Mark gäbe es keinen guten Wein hätte man ihn zu Recht für meschuggge erklärt. Und daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Die Qualitäts-Schmerzgrenze, um die es hier geht, liegt etwa bei 3 Euro (war mal sechs Mark).
Kommentarnr1 gepostet von Mario Scheuermann am 24.10.2008 um 12h22
So weit ich weiß liegt selbst im Fachhandel der Durchschnittspreis bei "nur" 6€...
Kommentarnr2 gepostet von derUltes am 24.10.2008 um 13h45
In Deutschland geben ca. 28% an, für Wein nicht mehr als 3,50 EUR auszugeben. Dazu kommen noch einmal 27% zwischen 3,50 und 5 EUR. Über 5 EUR sind es nur noch 15%.
Kommentarnr3 gepostet von Benedikt am 24.10.2008 um 13h53
Na da lag ich doch gar nicht so schlecht.
Antwort von Dirk Würtz am 24.10.2008 um 14h08
Der Durchschnittspreis für eine Flasche Wein lag so weit ich weiß vor 2 oder 3 Jahren bei 2,10 € pro Flasche im deutschen Lebensmitteleinzelhandel ohne Aldi. IM DURCHSCHNITT!!! Naja, wenn man sich nun mal die stärksten Markenweine (Gallo, Blanchet, Grand Sud, Langguth, Golden Kaan und wie sie alle heißen) und ihr Preisniveau betrachtet liegen wir da gut im Rahmen von unter 5,- €/Flasche. Ich denke dass ist nicht unbedingt der Bereich, wo man große Weine sucht, selten findet man einen, aber was man sicher in der Preisklasse findet (Egal ob Marke oder Weingutswein) ist ein guter, lecker zu trinkender Wein! Die Aussage eines Herrn Thoma fand ich offen gesagt äußerst lächerlich und nicht wirklich seinem Berufsstand als Sommelier, noch dazu "Master" Sommelier entsprechend!
Kommentarnr4 gepostet von derUltes am 24.10.2008 um 15h39
@derUltes
sehe ich genauso!
Antwort von Dirk Würtz am 24.10.2008 um 16h05
Auf die schnelle, ist mir erst kürzlich über den Weg gelaufen: Nur 1 % der in Deutschland getrunkenen Weine kosten über 5 €. Quelle kann ich nachsehen. Gruß von der Mosel
Kommentarnr5 gepostet von Harald am 24.10.2008 um 17h16
@Harald
Ein Prozent klingt echt nicht viel. Was ist das für eine Quelle, wäre doch mal ganz interessant.
@alle
An der Mosel geht sowas natürlich eher nicht. In Steillagen ist der Aufwand ein ganz anderer als bei uns im Flachland.
Antwort von Dirk Würtz am 24.10.2008 um 21h54
Ich glaub, das war die Markt und Wein in einer Ihrer letzen Ausgaben. Gruß
Kommentarnr6 gepostet von Harald am 25.10.2008 um 10h03
Also ich kann dir auch nur recht geben. Gegen einen Wein unter 5 € ist nichts einzuwenden es gibt da sicherlich Ausnahmen, aber ich kenne auch sehr vorzügliche Weine aus einer sehr bekannten Discounter-Kette die ich hier nicht erwähnen möchte.
Kommentarnr7 gepostet von Weingott am 27.05.2011 um 13h53
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