Wein und Wasser

Veröffentlicht auf von Dirk Würtz

Wie bereits geschrieben, veranstalten wir demnächst ein mittägliches Menü mit Jerk Riese und Wässern aus aller Welt. Natürlich ist mir bewußt, dass es durchaus heikel ist Wasser quasi als Luxusgut um die halbe Welt zu schippern, um es dann verwöhnten Gaumen vorzusetzen. Noch dazu, wo Wasser auf dem Weg dazu ist, eine echte Währung in der Welt zu werden. Ich bin ja nicht blöd und trage auch keine Scheuklappen. Trotzdem finde ich das Theam sehr spannend. Dem einen oder anderen scheint das aber sauer aufzustoßen, wie ich gerade hier im Forum von talk-about-wine lesen konnte. Ich weiss zwar nicht wo der Unterschied in der Ökobilanz ist, ob ich Wein aus Neuseeland oder Wasser aus Tasmanien transportiere. Die stimmt so oder so nicht. Das Wasser kostet auch keine hunderte von Euros, sondern genau zehn. Das übrige ist auch viel billiger :-) Und Madonna kommt auch nicht. Die wäscht sich ja wohl mit Voss aus Norwegen die Haare. Soviel Dekadenz gibt es hier nicht!

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Biene 09/22/2008 19:12

Ich finde es total spannend, gerade weil ich zu denjenigen gehöre, die Wasser bislang nahezu unreflektiert zum Durst Löschen abgepumpt haben. Was ich hinterher denke, sehen wir dann. Aber die eigene kleine Welt und das Bewusstsein erweitern hat noch nie geschadet. Außerdem weiß ich nicht, was dekadenter ist: Mouton Rothschilds für x-hundert Euro trinken oder eine Flasche Wasser für 10 Euro.

Im Übrigen habe ich in der Schweiz, nur weil ich nach'ner Bergwanderung Durst hatte und es keine andere Versorgungsmöglichkeit gab als einen Kiosk am Wegesrand, einen dreiviertel Liter stumpfsinniges no-name-irgendwas Mineralwasser auch schon für nahezu 12 Euro in mich gekippt - ohne Genuss, nur zur Befriedigung eines menschlichen Grundbedürfnisses. So viel dazu.