Namen - Bezeichnungen

Veröffentlicht auf von Dirk Würtz

Gestern hatte ich eine wirklich interessante Unterhaltung, die mir wieder einmal half die Augen zu öffnen um die (Wein-) Realität zu erkennen.

Folgendes Szenario: Grosse Veranstaltung im kommenden September.

Veranstalter:"Wie heißen denn nun Ihre Weine?"
Ich: "Würtz, oder Würtz-Weinmann,  oder POTATE, so wie ich es Ihnen geschrieben habe"
Veranstalter:"So heißt doch kein Wein!"
Ich: "Doch"
Veranstalter: "Und aus welcher Lage kommen die Weine?"
Ich: "Warum?"
Veranstalter: "Das muss doch draufstehen"
Ic h: "Nein muss es nicht, wir verwenden keine Lagenamen und auch keine Prädikatsstufen"
Veranstalter: "Das muss ich aber wissen!"
Ich: "Warum?"
Veranstalter: "Na, weil ich das eben wissen muss. Außerdem sehe ich ja dann ob er gut ist, oder nicht"
Ich: "Dienheimer Tafelstein, Gau-Odernheimer Petersberg"
Veranstalter: "Kenne ich nicht! Ist das gut?"
Ich: "Bingo!"

Den Rest der Konversation spare ich mir mal. Am Ende war er überzeugt. Wir haben noch ein kleines Ratespiel gemacht. Ich nannte ihm einige Lagenamen und er musste sagen ob "gut" oder "weniger gut". Fazit: Kein Plan, kein fundiertes Wissen. Warum auch. Ist ja auch nicht nötig. Ich konnte ihn beruhigen. Als Normalkonsument mit mittleren Anspruch führt das doch auch alles viel zu weit.  Was sagt uns das: Namen sind Schall und Rauch. Von der Lage angefangen bis hin zum Gestein. Viel Arbeit kommt da auf uns zu, wenn wir dieses Bewußtsein tatsächlich eingehend und dauerhaft dem Markt "einimpfen" wollen. Da muss eine GROSSE Strategie her. Ein Konzept, dass ganzheitlich ist und auch so funktioniert. Allein mir fehlt da noch die Idee :-)

Veröffentlicht in Wein und Politik

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