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Dienstag, 30. dezember 2008
Prosecco boomt. Allerdings kommen nur knapp 30% des weltweit verkauften Blubberwassers auch tatsächlich aus dem eigentlichen Anbaugebiet. Das soll jetzt geändert werden..
von Dirk Würtz - veröffentlicht in: Meldung des Tages - Community: Wein & mehr
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Sonntag, 28. dezember 2008
Unter diesem doch etwas merkwürdig anmutenden Motto, war ich gestern Abend zu einer Probe in einen kleinen, aber feinen Weinkeller in Harxheim in der Nähe von Mainz eingeladen. Zum Glück erwies sich das Motto einfach nur als Scherz.... Mein Freund Michael Gmall, ausgewiesener Südafrikafreund und -kenner, hatte zu einer interessanten und im Nachhinein denkwürdigen Weinprobe geladen. Zehn Rotweine aus Südafrika, allesamt Bordeaux Blends standen zur Verkostung und ich muss gestehen, ich war mehr als skeptisch. Die Weine waren zum Teil fast 20 Jahre alt und meine Skepsis bezüglich der Trinkbarkeit doch enorm hoch. Lange Rede kurzer Sinn. Die Weine waren beeindruckend, teilweise sogar noch viel zu jung. So kam es, dass ich mir zum ersten Mal seit Jahren wieder Notizen auf einer Weinprobe gemacht habe. Normalerweise halte ich das für überflüssig. Hier die Details:
1989 Rozendal- rubinrot mit leicht braunen Reflexen, süße Kirschen im Duft, ein Hauch von Tabak und Ziegenstall (klingt merkwürdig, ich weiss...). Im Geschmack eine feine Kirschfrucht und eine animierende Säure, mittlere Abgang. Keinerlei Alterserscheinungen. Macht Spaß. 89/100
1989 Meerlust Rubicon- helles, an Pinot erinnerndes rot, kaum bräunliche Reflexe. Im Geruch eine Explosion von Tabak, reifen Kirschen, Kaffee und Filz. Riecht schon wie ein Extraktmonster. Der Geschmack enttäuschte mich zunächst ein wenig. Die Gerbstoffe  waren leicht grün, die Säure dominant. Nach einer Stunde im Glas war das allerdings komplett anders. Feinste Frucht von roten Beeren und gaaaaanz laaaaaang. Toll! 91/100
1990 Rustenberg Gold- extrem helles rot. Im Geruch zunächst schwer definierbar, später entdeckte ich einn Hauch von Brombeere und Tabak. Die Säure war eher dominant, hat aber gar nicht gestört. Alles in allem, mit 12% Alkohol, ein netter Trinkwein. 83/100
1991 Kanonkop Paul Sauer- dunkles rot, fast blickdicht. Hochkonzentrierte schwarze Beeren, ein Hauch von Vanille und Schattenmorellen. Im Geschmack extrem konzentriert, Tabak und Karamel, leicht rauchig mit kräftigen Taninen. Riesenpotenzial! den zu trinken war eigentlich noch Babymord. Im leeren Glas stand der Geruch über eine halbe Stunde wie eine Wand. 92/100
1991 Beyerskloof- tiefdunkelrot. Ein Medizinalton, wie ich ihn eigentlich nur aus Australien kenne. Eukalyptus pur! Im Geschmack eine Hauch vón Vanille und Brombeermarmelade. Kräftiger Kandidat, etwas für Drucktrinker. Eigentlich auch noch zu jung. 88/100
1991 Fairviev Charles Gerard Reserve- Schmeckt und riecht nach Minze und Abwasserkanal. Sehr eigenartige Mischung, überhaupt ein sehr eigenwilliger Wein. Muss man mögen...
1992 Delheim Grand Reserve- helles rot mit leichten braunen Reflexen. Zart vanillig und rauchig im Geruch. Im geschmack adstringierend und eher unreif. Heftige Säure. 82/100
1994 Mulderbosch Faithful Hound - sehr helles rot. Riecht extrem nach Teer. Im geschmack sehr verschlossen und dicht. Schwer einzuschätzen dieser Wein. Ihn zu trinken macht aber trotzdem Spaß. 86/100
1994 Rozendal - Sehr zurückhaltender eher stumpfer und undefinierter Wein. Macht keinen Spaß.

Nach einer derartigen Probe ist natürlich kaum noch einer nüchtern, und wenn ich schon einmal in einem Weinkeller sitze, dann schaue ich mich natürlich um. Und was mußte ich entdecken? Mouton, Latour, Cheval Blanc und Kollegen. Nach einer kurzen, aber eindringlichen Penetrationphase konnte ich den Gastgeber und seinen Kollegen dann auch relativ schnell begeistern zwei weitere Flaschen zu öffnen. 1989 Mouton und 1992 Latour. Der Mouton war so, wie ein Mouton sein muss. Minze, Lakritze, ein Hauch von Nüssen. Kaffee, Röstaromen, ein wahres Sträußchen voller Gerüche und Geschmäcker. Natürlich auch noch viel zu jung, aber was solls. Irgendwann muss man das Zeug ja mal trinken. 91/100. Der Latour, aus dem angeblich so schlechten Jahr 1992 war eine Offenbarung. "Kleines Jahr, großer Latour" So habe ich es einmal gelernt, und so ist es wohl auch. Ein hochkonzentrierter und dennoch eleganter Wein. Der trotz seiner leicht animalischen Art unglaublich süffig ist. Meine Empfehlung: Kistenweise trinken. Besser geht es kaum noch. 95/100. Zum Abschluss gab es noch einen 1990 La Croix de Gays. der war irgendwie o.k.. Den hätten wir uns aber auch sparen können. Ein Colaschoppen zum Schluß hätte es auch getan...
Wie auch immer, ein toller Abend, grandiose Weine. Ich habe wieder einmal etwas gelernt: Niemals das Potenzial von Weinen aus Südafrika unterschätzen. Vielen Dank lieber Michael und lieber Ottmar. Der eine sah übrigens hinterher so aus:

Der andere so:
von Dirk Würtz - veröffentlicht in: Wein - Community: Wein & mehr
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Dienstag, 23. dezember 2008

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und überall erscheinen die üblichen Jahresrückblicke. Das nehme ich einmal zum Anlaß, meinen ganz eigenen Jahresrückblick zu erstellen. Um es einfacher zu gestalten, aufgeteilt in Tops und Flops in verschiedenen Kategorien:

Personen die gefloppt sind, komische Dinge gemacht haben, oder einfach nur nerven (Teil 1)

Sabine Bätzing, SPD, Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Durch ihren missionarischen Übereifer, gepaart mit einer wohl stark ausgeprägten Profilierungssucht war diese Dame wirklich anstrengend. Ungekrönte Meisterin im "fordern und umgehend zurücknehmen". Bleiben die Umfragewerte der SPD auch im kommenden Jahr so wie sie jetzt sind, ist Frau Bätzing nach der nächsten Bundestagswahl Geschichte. Den Einzug in den Bundestag wird sie dann wohl kaum schaffen. Die Hoffnung stirbt zuletzt...





Andrea Ypsilanti, SPD, beinahe Ministerpräsidentin in Hessen. Selten hat es jemand in der Politik geschaftt, sich derartig selbst zu demontieren und seiner Partei zu schaden wie sie. Dagegen war Scharping und seine Gräfin eine Lapalie. Es wurde interpretiert, gelogen und gedreht was das Zeug hielt. Mit fast schon autistischen Zügen hat sie die Macht für sich beansprucht. Zeichnet sich durch hohes Demokratieverständnis aus: "Wahlzettel müssen mit dem Handy fotografiert werden"... Was bleibt von ihr übrig? Wenig, ausser das Koch weiter Hessen regiert.



Lance Armstrong, Radrennfahrer. Der Rekordgewinner der Tour kündigte sein Comeback an. Verklagt alles und jeden, der ihn des Dopings bezichtigt. Kämpft öffentlich für/gegen den Krebs und schadet doch einfach nur allen. Dem Sport und denen für deren Sache er sich einsetzt. Mein persönlicher "Unglaubwürdigkeitsdauerpreisabogewinner"





Dr. Roger Kusch, ehemaliger unehrenhaft entlassener Justizsenator in Hamburg und Chef des Dr. Roger Kusch Sterbehilfe e.V. Nicht das ich grundsätzlich gegen Sterbehilfe wäre, aber dieser Herr macht ein Geschäft daraus. Auch wenn er das versucht zu bestreiten hat die ganze Sache doch einen wirklich sehr unangenehmen Beigeschmack. Letzlich hat ihn Michel Friedmann in seiner Sendung doch gänzlich entlarvt und überführt. Wer mit dem Tod Geschäfte macht hat keine Moral!




Johannes B. Kerner, ZDF-Allzweckwaffe. Ob Sport, ob Talk-Show, oder Gala medial dauerpräsent. Immer nett, immer freundlich und immer inhaltslos. Jettet von Peking nach Deutschland um ein Fußballspiel zu moderieren. Da frage ich mich, ob es in einem durch Gebühren finanziertem Sender keine Alternativen gibt. JBK steht stellvertretend für eine ganze Generation von Moderatoren, auf die ich gerne verzichten könnte.

von Dirk Würtz - veröffentlicht in: kein Wein - Community: Wein & mehr
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Dienstag, 23. dezember 2008

Das meldet heute Spiegel Online. In Frankreich hätten Anlaysen enorm hohe Pestizidrückstände in verschiedenen Weinen nachgewiesen. Darunter sollen auch einige berühmte bordelaiser Gewächse gewesen sein. Jetzt könnte ich jmich über diesen Artikel ja freuen und  sagen: Ich habe es immer gewußt, öko ist die einzige Alternative. Davon bin ich natürlich überzeugt. Einiges an diesem Artikel kommt mir allerdings sehr merkwürdig vor. Zum einen erscheint er just in diesem Moment, wo Pestizidlobby und Ökolobby streiten. Zum anderen finden sich doch einige inhaltliche Ungereimtheiten, wie diese hier: "Vor Ort stellen sich Zweifel ein. Wie die konventionelle Herstellung aussieht, kann man derzeit rund um Bordeaux bestaunen: Hochbeinige Zugmaschinen mit wuchtigen Plastiktanks schieben sich durch die Reben und versprühen weiße Wolken streng riechender Chemikalien. Ganz gesund können die Substanzen nicht sein – in den geschlossenen Traktorkabinen sitzen Fahrer in Schutzanzügen. Der Boden ähnelt einer Mondlandschaft und selbst da, wo die Grasnarbe zwischen den Reben erhalten bleibt, wächst am Fuß der Weinstöcke kein Halm mehr. Junge Setzlinge müssen mit Plastik-Hüllen vor den aggressiven Substanzen - Herbiziden, Fungiziden, Pestiziden - geschützt werden, die bis zur Weinlese immer wieder über den Feldern niedergehen." 
Ich kann mir nicht vorstellen, was DERZEIT rund um Bordeaux gespritzt werden soll und die Plastik-Hüllen sind wohl eher ein Schutz vor Tieren, als ein Schutz vor giftigen Substanzen. Ich bin ein großer Verfechter und Befürworter des ökologischen Weinbaus, aber solche Artikel helfen kaum.

 

von Dirk Würtz - veröffentlicht in: Wein und Politik - Community: Wein & mehr
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Montag, 22. dezember 2008
Sehr beispielhaft, wie die Italiener mit Schmuggelware umgehen. Kaviar für alle!
von Dirk Würtz - veröffentlicht in: Meldung des Tages - Community: Wein & mehr
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Montag, 22. dezember 2008
Vergangenen Samstag forderte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, Alkohol deutlich zu verteuern. Eine höhere Steuer müsse her, um den Alkoholkonsum in Deutschland deutlich zu verringern. Alkohol sei in Deutschland zu leicht verfügbar, meine die SPD-Politikerin. Da war dann die Katze endlich aus dem Sack. Alles was sie seit Monaten zu diesem Thema von sich gegeben hatte, schien einfach nur die Vorbereitung auf eine geplante Steuererhöhung zu sein. Irgendwas muss ja jetzt auch her, nachdem das Verfassungsgericht die Pendlerpauschale gekippt hatte. Kurz danach ruderte sie wieder zurück, und behauptete eigentlich keine Steuererhöhungen geplant zu haben. Alles also wie immer. Die Bätzing posaunt etwas hinaus, um es postwendend wieder zurückzunehmen. Langsam aber sicher nervt diese Frau. Natürlich muss sie sich als Politikerin irgendwie profilieren, aber das was sie da macht geht langsam zu weit. Insbesondere wenn sie auch noch auffordert an Weihnachten auf den Konsum von Alkohol zu verzichten. Da kommt sie mir dann vor, wie eine übereifrige Missionarin mit fast schon inquisitorischen Zügen. Nachgerade lächerlich ist das. Zumal sie ja selbst auf ihrer homepage für den Wein ihrer Region wirbt. Die Frau gehört weg und basta!
von Dirk Würtz - veröffentlicht in: Wein und Politik
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Freitag, 19. dezember 2008
Strom läßt Wein in Minuten reifen.Das behaupten jedenfalls chinesische Wissenschaftler heute in einem Artikel in Spiegel Online. Angeblich wird der Reifeprozeß innerhalb von Minuten bechleunigt. Das Ganze würde auch bereits in einigen großen Kellereien im Einsatz sein. Muss das sein? Ich glaube kaum, ich finde das eher gruselig. Wieder eine neue Technik, die die Welt nicht braucht.
von Dirk Würtz - veröffentlicht in: Wein - Community: Wein & mehr
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Mittwoch, 17. dezember 2008
Ich habe soeben eine neue Seite eingebaut. You Tube sei Dank kann ich jetzt hier meine Lieblingsmusik einstellen...
von Dirk Würtz - veröffentlicht in: kein Wein
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Dienstag, 16. dezember 2008

Das ist der neue Kult Hit!!! Darum bin ich stolz darauf Pfälzer zu sein!!!
von Dirk Würtz - veröffentlicht in: Wein
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Dienstag, 16. dezember 2008
Henner Schmid, FDPler im Berliner Abgeordnetenhaus, hat eine Idee. Hartz 4 Empfänger sollen Ratten jagen. Sowas kannte ich bisher nur aus Indien...
von Dirk Würtz - veröffentlicht in: Meldung des Tages - Community: Wein & mehr
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